Yoga Blog

Themen rund um das Leben, Yoga und wie das alles zusammenhängt - das gibt es hier zu lesen!

Vorsätze
Ich hoffe Du hast die Weihnachtszeit und den Jahreswechsel gut verlebt und erlebst den Anfang dieses neuen Jahres und Jahrzehnts voller Schwung. Vielleicht kannst Du ja sogar den Zauber spüren, der jedem Anfang inne ist und der auch allen guten Vorsätzen inne ist. Ich habe gestern ein Comic gesehen, auf dem ein Baby Bär den Erwachsenen Bär fragt: „Was bedeutet gute Vorsätze für das neue Jahr?“ Der Erwachsenen Bär antwortet darauf: „Das sind die Pläne, die sich die Menschen für die erste Januar Woche machen!“ Das fand ich lustig, denn oft stimmt es ja, dass unser Durchhaltevermögen bezogen auf unsere Vorsätze nicht sehr ausgeprägt ist. Wir setzen uns unrealistische Ziele, die zu einem neuen, besseren „Ich“ führen sollen, aber in der nächstbesten stressigen Situation, schlechten Stimmung oder in einem unbewussten Moment werden wir wieder schwach und fallen in alte Gewohnheiten zurück. Und das führt dann zu Enttäuschung und Frustration über uns selbst im schlimmsten Fall und hier beginnt dann oft der Verlust von Selbstachtung, der mit negativen Gedankenspiralen einhergeht. Das muss ja aber gar nicht so passieren und vor allem muss sich das nicht jedes Jahr wiederholen, finde ich! Und hier kommt Yoga ins Spiel: 

Yoga hilft Dir wieder mehr mit deinem Körper und mit deinem wahren Selbst in Verbindung zu kommen und wieder mehr Liebe zu Dir Selbst zu kultivieren. Das wahre Selbst ist dein höheres Bewusstsein, deine Seele, die beste Version von dir selbst, die Instanz, die Du spüren kannst, wenn der Geist ganz still geworden ist, Du hast bestimmt eine Idee, wovon ich spreche. Dieses wahre Selbst steht uns immer zur Seite und lässt uns auch wissen, wenn unsere Taten und unser Verhalten uns, unseren Mitmenschen und unserer Umwelt nicht gut tun. Wir fühlen genau, wenn etwas schiefläuft und wir entgegen unserer wahren Bedürfnisse handeln. Unsere wahren Bedürfnisse entspringen unserem wahren Wesen, das Liebe und Frieden ist. Wir müssen nur wieder lernen ihm zuzuhören und das, was wir im Innersten wirklich brauchen, nicht immer hintanzustellen, um besser funktionieren zu können. Durch Yoga hast Du einen Weg in die Stille zu gehen, wieder zu lernen nach innen zu horchen und jenseits deiner Gedanken wahrzunehmen, wie dein wahres Selbst mit dir kommuniziert. So kannst Du immer mehr, in jedem Moment deines Alltags entscheiden, ob deine Handlung oder Nicht- Handlung oder dein Verhalten, deine Geisteshaltung Dir gut tun wird oder nicht. Das ist Selbstliebe, die sich nur durch unsere Taten äußert und nicht durch ein Gefühl, dass wir uns an erste Stelle setzen und voller Egoismus all das machen, was wir wollen. Selbstliebe führt dazu, dass wir mit mehr Würde, Schöpferkraft und Verantwortung unser Leben gestalten und mit mehr Gelassenheit und Freude den Dingen entgegensehen können, die das Leben für uns bereit hält. Und das ganz ohne Vorsätze!

Yoga stehende Vorbeuge

Yoga auf einem Spaziergang praktizieren

vor ein paar Tagen habe ich einen Spaziergang gemacht. Die Sonne ging gerade unter, die Luft war noch frisch durchtränkt von einem Regenschauer, der trotz Sonnenschein und wie aus dem nichts, kurz vorher aus dem blauen Himmel goss. Die letzten Sonnenstrahlen bahnten sich ihren Weg durch die Blätterdächer der Bäume und zauberten zusammen mit den Regentropfen, die von den Ästen und Blättern tropften, goldene Lichtspiele. In Momenten wie diesen, wenn ich mich daran erinnere, einfach nur mit allen Sinnen achtsam wahrzunehmen, ohne Bewertung, und die Gefühle zulasse, die in mir dadurch entstehen, spüre ich die Leichtigkeit des Seins und bekomme Einblicke in den Zustand, den ich durch Yoga und Meditation erreichen möchte: 

Die Stille der Gedanken in einem ruhigen Geist. 

In meinem Körper fing es an zu vibrieren und ein intensives Glücksgefühl breitete sich aus. Ein tiefes Vertrauen ins Leben und eine unendliche Stille ließen mich spüren, dass ich mit allem verbunden bin und dass das Leben unendlich schön sein kann....und so einfach. 

Ziel des Yoga ist das „Zur-Ruhe-bringen-der-Gedanken-im-Geist“, auch und vor allem außerhalb der Yogamatte ein anzustrebendes Ziel. Auf der Matte gehen wir den Weg über den Körper, den Atem und die Meditation, um zum Kern unseres Wesens zu gelangen. 

Beim Spazierengehen nimmst Du mit offenem Gewahrsein die Geräusche, Gerüche, das Licht und die Temperatur auf deiner Haut wahr, ohne zu bewerten und ohne Gedanken. Das ist Yoga - mit ruhigem Geist in den tiefen klaren See deines wahren Selbst blicken und wahrnehmen, wer Du wirklich bist. Reines Bewusstsein, verbunden mit allem, was ist – voller Mitgefühl, Weisheit und Liebe. 

Während eines Spaziergangs mache ich gern die stehende Vorbeuge, falls sich mein unterer Rücken meldet, oder meine gesamte Körper- Rückseite eine Dehnung braucht. 

Beuge dich dafür einfach mit deinen Oberkörper vornüber und lass die Arme hängen. Spüre die Dehnung im gesamten Rücken, auf der Rückseite deiner Beine, schließe die Augen für einen Moment und atme deinen Oberkörper in die Tiefe. Wenn Du das Gefühl hast, es ist genug, richtest Du dich einatmend wieder auf. Ich fühle mich immer sehr erfrischt danach, als hätte ich neue Energie getankt, für ein paar Kilometer mehr :). 

Genieß den Herbst und die besondere Atmosphäre des Jahreszeitenwechsels! 



Brain

Unser Geist bestimmt, wie wir die Welt sehen. 

Bist du gut drauf, siehst du die Welt durch eine rosarote Brille, nichts haut dich so leicht um und du bist freundlich und ausgeglichen. Hast Du aber schlechte Laune, sitzt die grau-schwarz-braune Brille auf deiner Nase und an solchen Tagen will nichts so richtig passen und das Leben hat sich gegen dich verschworen. Deine Reaktionen auf Menschen und Situationen, deine Sicht auf die Welt sind abhängig vom Zustand deines Geistes, oder? Was tut dein Geist den ganzen Tag? Plappern, bewerten, wünschen, Sorgen machen, bedauern, planen, erinnern, über Situationen und Menschen ärgern (in Vergangenheit, Gegenwart und hypothetischer Zukunft), Erwartungen aufbauen, Dich selbst als unzureichend und nicht gut genug darstellen.... Er ist im Grunde genommen nicht wirklich hilfreich und beständig dabei uns in negative Emotionen und gefühlten Stress zu verstricken, wenn wir ihm Macht über uns geben und uns nicht in seine assoziative Dauerschleife einmischen. 

Wir können jedoch lernen unseren Geist zu kontrollieren und sinnvoll als das zu gebrauchen, was er ist: eine wunderschöne, brillante, fein strukturierte und starke Energieform, die wir benutzen können, um uns und unsere Umwelt weiterzuentwickeln und Zufriedenheit zu finden. 

Du bist eine Einheit aus Körper, Geist und Seele, ein komplexes Wesen aus Materie, Energie, Genen, Empfindungen, Konditionierungen, Mustern, Erfahrungen...Du bist vielfältig begabt und in deinem Kern mitfühlend, wohlwollend und weise. 

Wenn Du deine Realität verändern willst, musst Du dein Denken verändern. Du fängst damit an auf eine neue positive Weise zu denken und zu sprechen. Du befreist Dich von einengenden Überzeugungen und wirst dir der Unendlichkeit des Lebens rings um dich herum bewusst. 

Mit Yoga kannst du lernen, dein Denken zu verändern, nach innen zu gehen und deiner wahren Stimme zuzuhören, durch die Du erkennst, dass Du schon heil und vollkommen bist. 

Yoga ist der Prozess mit dem Du all die Dinge loslassen lernst, die Dir die Sicht auf dein wahres Innerstes versperren und letztendlich Leid erzeugen. 

Und nebenbei wirst Du noch beweglicher, bewusster und steigerst dein Wohlbefinden.



Yoga als Selbst- Erforschung

Nach dem Yoga fühlst Du dich so wohl! Dein Geist ist ruhig, Du nimmst deinen ganzen Körper wahr, alles fühlt sich geschmeidig und trotzdem gestärkt an. Während der Yoga- Praxis hast du Bekanntschaft mit deinem Körper gemacht. Du hast wahrgenommen, wie unterschiedlich es sich anfühlt, zum Beispiel in einer Vorbeuge deine gesamte Körperrückseite zu dehnen und Du dich ganz in dich zurückziehen kannst. Oder wenn Du in einer Rückbeuge die Öffnung deines Brustraumes und die kraftvolle Intensität, die aus deinem Rücken kommt, erfährst. In Gleichgewichs- und Kräftigungs- Positionen hast Du deine Grenzen wahrgenommen und sie heute ein kleines bisschen erweitert - ein tolles Gefühl. Du hast außerdem Bekanntschaft mit deinem Atem gemacht, wie er dich durch die Positionen getragen hat und wie er dir immer wieder eine Begegnung mit der Weite deines Innenraumes und deiner inneren Stille geschenkt hat. 

Du hast während der Körperübungen deine Gedanken und Emotionen beobachtet und die Reaktionsmuster und Automatismen deines Geistes besser kennengelernt. 

Selbsterforschung bedeutet auch, dass Du wieder mehr Kontrolle über deinen Körper, deinen Geist und auch dein Leben bekommst. Denn Du merkst durch genauere Beobachtung, wann handelst du unbewusst und automatisch, statt bewusst und überlegt. Du erkennst, was dir gut tut und was nicht. Du erkennst, wann Du dich fremdbestimmen und stressen lässt und Du fängst stattdessen an deine ganz eigenen bewussten Entscheidungen zu treffen und sorgst dafür, dass es Dir gut geht!

Je mehr Du dich selbst erforschst, desto besser und reicher wird deine Beziehung zu dir und desto langanhaltender wird dein Wohlbefinden!